Mohnfeld.png

Unsere Love Story (Teil III)

Ein verrücktes, wundervolles, lebensveränderndes Jahr

Hallo, meine Freunde!

Nach den Teilen 1 und 2 unserer Liebesgeschichte teile ich nun den dritten und letzten Teil dieser 'Blog-Trilogie'. Ich hoffe es gefällt euch!


11. SCHWIERIGKEITEN


Wie ich euch bereits in meinem letzten Blogpost erzählt habe, gab es in Deutschland und hauptsächlich in allen europäischen Ländern aufgrund von Covid-19 ein Reiseverbot, das es Menschen außerhalb Europas SEHR schwer oder sogar unmöglich machte, in ein europäisches Land einzureisen .

Tage vergingen wie diese, Wochen vergingen und schließlich Monate... und als wir die Nachrichten verfolgten, schien sich die Situation von Tag zu Tag zu verschlimmern.

Es war ein sehr hilfloses Gefühl, überhaupt nicht zu wissen, was kommen würde und wann sich langsam alles wieder normalisieren würde.


Alles, was wir jetzt hatten - wieder einmal - war, uns anzurufen und zu schreiben und wir hatten KEINE Ahnung, wie lange unsere Beziehung so sein würde und wann wir uns wiedersehen könnten.

Aber wir haben trotzdem versucht das Beste draus zu machen, jeden Tag Videochatten, süße Instagram-Storys füreinander kreiert, Lieder geschrieben und uns gegenseitig vorgespielt/gesungen... und uns doch sehr vermisst...!

Einmal versuchten wir uns in Portugal zu treffen, weil die Grenzen Portugals für Brasilianer noch offen waren, während sie in den meisten anderen Ländern bereits geschlossen waren, genau wie in Deutschland.

Wir haben alles arrangiert und es schien alles perfekt, obwohl wir uns beide ziemlich unsicher fühlten, ob das wirklich funktionieren würde.

Aber ich recherchierte alle möglichen Informationen, die ich darüber finden konnte, rief Fluggesellschaften an, sprach mit Botschaften und Grenzpolizisten und da alles in Ordnung schien, buchten wir unsere Flüge nach Portugal.


Der Tag, an dem Fabios Flug abfliegen sollte, kam und wir waren beide super aufgeregt!

Seine Familie brachte ihn zum Flughafen in Sao Paulo. Mein Flug würde am nächsten Tag starten, da ich nur 2 Stunden und Fabio etwa 14 Stunden fliegen musste.

Als er auf dem Weg zum Flughafen war, war ich so aufgeregt und nervös, ob alles gut gehen würde, ich konnte nicht anders denken und tun, als zu hoffen und zu beten, dass er mich bald anrufen und mir sagen würde, alles sei in Ordnung und er ist erfolgreich einchecken.

Ich hatte die ganze Zeit dieses seltsame Gefühl in meinem Bauch, dass etwas schief gehen würde.


Und dann endlich sein Anruf!!!


Ich war so glücklich, endlich ein Lebenszeichen zu bekommen... ABER!...

...Er hatte keine guten Neuigkeiten für uns. Eigentlich war es genau das, was wir beide am meisten befürchtet hatten: Er durfte nicht fliegen.

Und das alles wegen eines Zwischenstopps in Frankreich und einem Gesetz, das sich einen Tag zuvor geändert hatte. Normalerweise waren die Grenzen Frankreichs für Menschen ohne EU-Staatsbürgerschaft geschlossen, aber ein schneller Zwischenstopp für Reisende am Flughafen war noch möglich - bis zu dem Tag zuvor, als die Beschränkungen übergangen wurden.

Ich denke, dies war und ist einer der frustrierendsten Tatsachen der 'Corona-Beschränkungen', dass man nie sicher sein kann, was gerade gilt. Heute ist es so und morgen kann es schon wieder anders sein, man kann sich auf nichts verlassen, kann nichts planen... puh!


Dieser Tag war also ein Tag, an den sowohl Fabio als auch ich als einen sehr traurigen und tränenreichen in Erinnerung haben.

Seine Familie nahm ihn mit nach Hause. Und ein paar Stunden später waren wir wieder da: er allein auf seinem Bett, ich allein auf der Couch, und telefonierten, anstatt uns in den Armen zu halten, wie wir es uns beide so sehr gewünscht hatten.


12. HEIRATSPLÄNE